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Die Stadtkirche St. Johannis

 


 

 

 

Lassen Sie sich in unsere Johanniskirche einladen! Die Kirchgemeinde in Neustadt an der Orla freut sich auf Ihren Besuch!

 

Die Kirche St. Johannis in Neustadt an der Orla kann auf eine lange Geschichte zurückblicken.

 

Neustadt erlebte durch Handel, Tuchmacher- und Gerbergewerbe in der 2. Hälfte 14. Jh. eine wirtschaftliche Blüte und damit verbunden eine Zunahme der Einwohnerschaft.

Die alte Kapelle von 1294 wurde zu klein und so entschloss man sich zum Neubau der Johanniskirche. 1470 wurde der Grundstein dazu gelegt. 1540 wurde der Bau vollendet.

 

Den Innenraum der Kirche schmückt ein Altarbild von Lukas Cranach d.Ä.. Außerdem ist eine Orgel von Johann Georg Fincke (1726) vorhanden. Zum Glockengeläu gehört die zweitgrößte Glocke Thüringens, Susanna, welche 1479 auf dem Marktplatz gegossen wurde.

 

 

 

 

 

 

Altarraum

 

Im Altarraum legte man bei Restaurationsarbeiten 1983 die ursprüngliche Bemalung frei. So schmückt heute wieder eine schöne Himmelswiese das Gewölbe. In den zwei östlich gelegenen Gewölberippen wurden Fresken der vier Evangelisten entdeckt. Von links nach rechts sind Lukas als Stier, Markus als Löwe, Johannes als Adler, Matthäus als Engel zu sehen. Die Schlusssteine des Netzgewölbes stellen das Schweißtuch der Veronika, Maria mit dem Jesuskind, Johannes den Täufer und die Heilige Anna, die Großmutter Jesu dar.

 

Cranach-Altar

Der Altar wurde im Herbst 1511 bei Lucas Cranach auf der Leipziger Messe bestellt und am Johannistag 1512 geweiht. Er ist das einzige Cranachwerk, welches noch an seinem ursprünglichen Platz steht. Der Altar hat eine Spannweite von fünf und eine Höhe von sieben Metern. Dank dem Eingreifen Martin Luthers ist er vor der Zerstörung durch die Bilderstürmer bewahrt worden. Bei Plünderungen im 30-jährigem Krieg wurde er mehrfach beschädigt. In den Jahren 1948-51 wurde er in Weimar restauriert.

Das Bilderprogramm des Cranach-Altars:

Flügelaltar aufgeklappt

Mitte:

Johannes der Täufer, in der linken Hand hält er die Bibel, auf der symbolisch das Gotteslamm sitzt. Daneben stehen die Brüder Simon und Judas, die Schutzheiligen des Orlagaus. Sie sind als Märtyrer des christlichen Glaubens mit Säge und Keule dargestellt.

Linke Seite:

Johannes der Täufer tauft Jesus im Jordan.

Rechte Seite:

Die Hinrichtung des Täufers, hinter dem Henker stehen die Kurfürsten zu Luthers Lebzeit: Friedrich der Weise und Johann der Beständige.

 

Flügelaltar geschlossen

Mitte:

Jesus nimmt in Begleitung der Jünger Petrus, Jakobus und Johannes Abschied von Maria, seiner Mutter und deren Begleiterinnen. Im Hintergrund steht Maria Magdalena.

Linke Seite:

Der Bußprediger Johannes in der Wüste weist auf das Gotteslamm.

Rechte Seite:

Judas und Petrus mit ihren Märtyrerwerkzeugen Säge und Keule.

 

 

Die Predella

Hier ist Christus zwischen Maria und Johannes beim Weltgericht dargestellt. Petrus mit dem Pabstmantel und der Engel führen die Gesegneten zum Himmelstor, 5 garstige Teufelsgestalten stürzen die Verdammten in ewiges Feuer.

 

Oben im Gesprenge des Altars

Die Heilige Anna, Großmutter Jesu mit Maria und Jesus im Arm, die Heilige Katharina mit dem Schwert und die Heilige Barbara mit dem Kelch. Dazwischen: der Heilige Martin, der den Mantel mit dem Schwert teilt und ein Mantelteil dem Bettler überreicht.

 

Neben dem linken Standbild steht der Heilige Georg mit dem Drachen und neben dem rechten Standbild der Heilige Florian mit dem Eimer.

 

 

Taufstein

 

Der Taufstein wurde 1494 von der Bäckerinnung gestiftet. Er besteht aus Kalkstein und Sandstein. Aus dem Stein herausgearbeitet sind die drei Evangelisten Matthäus, Markus und Johannes mit ihren Symbolen Engel, Löwe und Adler, dazu ein Junge mit einer Brezel als Hinweis auf die Stiftung durch die Bäckerinnung.

 


Katharinenaltar

Der Katharinenaltar mit Figuren von 1409 aus der Vorgängerkirche wurde 1995 restauriert und 1996 hier aufgestellt. Zu sehen sind Anna Selbtritt, die Heilige Katharina mit dem Schwert und die Heilige Dorothea mit Kind und Korb.

Glocken

Auf dem Turm der Stadtkirche hängen drei Glocken. Die größte Glocke, Susanna, stammt aus dem Jahre 1479. Die beiden anderen tragen die Jahreszahl 1494. Alle drei Glocken läuten schon fast 500 Jahre über unserer Stadt und sind durch alle Kriege und Brände hindurch bewahrt geblieben.

Orgel

Die Orgel wurde 1726-28 von Johann Georg Fincke (Saalfeld) gebaut. 1936 erfolgte der Umbau auf elektromagnetische Traktur. 1993 ist eine Rekonstruktion der historischen Fincke-Orgel von Firma Schuke (Potsdam) durchgeführt worden.

 

Grabsteine

In der Kirche unter der Orgelempore befinden sich Grabplatten aus dem 17./18. Jh., z.B. das Grabmal des Bürgermeisters Bartholomäus Moltzer (+1626) mit seinen zwei Frauen.

 

Öffnungszeiten der Kirche:

Zur Besichtigung der Kirche und des Cranachaltars können Sie sich während der Öffnungszeiten des Museums der Stadtgeschichte melden und erhalten Eintritt in die Kirche.

Öffnungszeiten des Museums: Dienstag, Donnerstag und Sonntag 14.00 Uhr-17.00 Uhr, Sonnabend 10.00 Uhr - 12.00 Uhr und 14.00 Uhr -17.00 Uhr, sowie in den Monaten Mai bis September zusätzlich Freitag 14.00-17.00 Uhr.

Sonntagsgottesdienst (Mai-Oktober): 10 Uhr. Besichtigungen außerhalb der oben genannten Zeiten sind nur nach telefonischer Vereinbarung möglich.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotographien vom Cranachaltar mit freundlicher Genehmigung des Fotohauses Art Neustadt (Orla)

 
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